
In den letzten zwei Jahrhunderten hat sich die Idee der grenzenlosen Überlegenheit der menschlichen Spezies (oder zumindest der westlichen Eliten) entwickelt und unseren Planeten an den Rand des Zusammenbruchs gebracht. Doch was die Zukunft bringen wird, bestimmen wir in der Gegenwart. Es ist höchste Zeit, dass wir die Erzählung vom Beherrschen der Erde überwinden und Narrative schaffen, die Hoffnung machen und ermutigen, die bisher eingeschlagene Richtung zu ändern. Doch wie können wir Zukunft erzählen, ohne in Krisen- und Apokalypsenszenarien zu verharren? Was passiert, wenn patriarchale, eurozentrische und dichotomische Denkweisen durchbrochen werden?
Wir brauchen Räume, die uns die Kraft geben, die Welt als gemeinsames Geflecht zu begreifen und darin kreativ und widerständig zu handeln Verflechtungen zwischen allen Spezies der Erde müssen anstelle von Hierarchien treten. Denn vielleicht beginnt Zukunft genau dort: in der Vorstellungskraft von Geschichten, die neue Beziehungen zwischen Mensch, Tier, Pflanzen, Technologie und Landschaft entwerfen. In künstlerischen Räumen, die uns einladen, andere Formen des Zusammenlebens zu erproben. Das Dramatiker|innenfestival macht sich auf die Suche nach Verflechtungen und neuen Erzählungen für eine Zukunft jenseits des anthropozentrischen Denkens.
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