14:00 - 15:45 | Jakominiplatz 15 | mit Nachgespräch
Eurodram
Eurodram ist ein europaweites Netzwerk, das sich der Förderung von Theaterübersetzungen widmet und damit interkulturellen Austausch ermöglicht. Es überwindet Sprachgrenzen und eröffnet Einblicke in internationale Theaterstücke in Übersetzung.
Beim Nachgespräch (von ca. 14:45 bis 15:45 Uhr) sind die Autor:innen und Übersetzer:innen anwesend, nehmen (in übersetzter Originalsprache oder auf Englisch) Stellung zu den Stücken und ihrer Arbeit und stellen sich den Fragen des Publikums.
Moderation: Elisabeth Schuster und Wolfgang Barth (Eurodram).
Götterspiel. Theatrale Untersuchung eines Kriegsverbrechens
Voskhod bogov
Von Marius Ivaškevičius
Übersetzung: Ruth Altenhofer, Johanna Marx, Claudia Zecher
Ursprungssprache: Russisch
"Götterspiel - Theatrale Untersuchung eines Kriegsverbrechens" ist der Versuch, über Krieg und Gewalt aus der Sicht von Frauen zu erzählen. Die Handlung des Stückes beschreibt die Reise des litauischen
Filmregisseurs Mantas Kvedaravicius und seiner Frau Anna im März 2022 nach Mariupol, wo Mantas
verhaftet und ermordet wird. Nach einer langen und dramatischen Suche findet Anna Mantas' Leichnam und bringt ihn zurück nach Litauen, mit im Gepäck hat sie das gesamte in der Ukraine gedrehte Filmmaterial.
Der Dokumentarfilm „Mariupolis 2" von Mantas Kvedaravicius wurde posthum bei den Filmfestspielen in
Cannes zum ersten Mal gezeigt.
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שריקה
Von Hadar Galron
basierend auf einer autobiografischen Erzählung von Jacob Buchan
Übersetzung: Matthias Naumann
Ursprungssprache: Hebräisch
Der Monolog für eine Schauspielerin handelt von Tami, Tochter von Shoah-Überlebenden, die ein Leben lang unter dem Trauma der Eltern gelitten hat. Nun ist sie 45, ihr Mann verstorben, und zum ersten Mal sucht sie nach einem Weg, ihr Leben zu finden. Auf eindrückliche Weise verhandelt das Stück Fragen des transgenerationellen Traumas und wie sich die Erzählungen und Bilder der Shoah in den Lebenswegen der zweiten Generation weiter auswirken.
Sorex
Von Tomáš Ráliš
Übersetzung: Maira Neubert
Ursprungssprache: Tschechisch
Sorex – zu deutsch: Waldspitzmaus – spielt in der deutsch-tschechischen Grenzregion. Ein ausländisches Gastarbeiter-Paar arbeitet und lebt unter prekären Bedingungen in einem ausländerfeindlichen Milieu. Gleichzeitig wird die Ehe eines tschechischen Paares, das in der Arbeiterunterkunft arbeitet, erzählt. Auch sie leben prekär, das Eheleben ist zerrüttet. Der dumpfe Hass gegen die ausländischen Arbeiter ist der Unterton ihres Alltags. In parallelen Szenen versuchen Spitzmäuse verzweifelt, sich am Leben zu erhalten. Sie müssen täglich ein Vielfaches ihres eigenen Körpergewichts an Nahrung finden, um zu überleben. Eine Metapher auf das tägliche Ringen der Arbeiter:innen. Als Frema, die Arbeiterin, nach einem schweren Unfall ins Krankenhaus kommt, stürzt sich ihr Mann in das Nachtleben der Stadt, das von Rotlicht und Drogen geprägt ist. Auch die tschechische Frau, Hema, geht aus, nachdem sie ihren Mann verlassen hat. Das Stück strebt rauschhaft seinem Höhepunkt entgegen, die beiden begegnen einander. Mit fatalen Folgen.
(c) Laura Vanceviciene, privat, Patrik Borecký
Beim Nachgespräch (von ca. 14:45 bis 15:45 Uhr) sind die Autor:innen und Übersetzer:innen anwesend, nehmen (in übersetzter Originalsprache oder auf Englisch) Stellung zu den Stücken und ihrer Arbeit und stellen sich den Fragen des Publikums.
Moderation: Elisabeth Schuster und Wolfgang Barth (Eurodram).
Götterspiel. Theatrale Untersuchung eines Kriegsverbrechens
Voskhod bogov
Von Marius Ivaškevičius
Übersetzung: Ruth Altenhofer, Johanna Marx, Claudia Zecher
Ursprungssprache: Russisch
"Götterspiel - Theatrale Untersuchung eines Kriegsverbrechens" ist der Versuch, über Krieg und Gewalt aus der Sicht von Frauen zu erzählen. Die Handlung des Stückes beschreibt die Reise des litauischen
Filmregisseurs Mantas Kvedaravicius und seiner Frau Anna im März 2022 nach Mariupol, wo Mantas
verhaftet und ermordet wird. Nach einer langen und dramatischen Suche findet Anna Mantas' Leichnam und bringt ihn zurück nach Litauen, mit im Gepäck hat sie das gesamte in der Ukraine gedrehte Filmmaterial.
Der Dokumentarfilm „Mariupolis 2" von Mantas Kvedaravicius wurde posthum bei den Filmfestspielen in
Cannes zum ersten Mal gezeigt.
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שריקה
Von Hadar Galron
basierend auf einer autobiografischen Erzählung von Jacob Buchan
Übersetzung: Matthias Naumann
Ursprungssprache: Hebräisch
Der Monolog für eine Schauspielerin handelt von Tami, Tochter von Shoah-Überlebenden, die ein Leben lang unter dem Trauma der Eltern gelitten hat. Nun ist sie 45, ihr Mann verstorben, und zum ersten Mal sucht sie nach einem Weg, ihr Leben zu finden. Auf eindrückliche Weise verhandelt das Stück Fragen des transgenerationellen Traumas und wie sich die Erzählungen und Bilder der Shoah in den Lebenswegen der zweiten Generation weiter auswirken.
Sorex
Von Tomáš Ráliš
Übersetzung: Maira Neubert
Ursprungssprache: Tschechisch
Sorex – zu deutsch: Waldspitzmaus – spielt in der deutsch-tschechischen Grenzregion. Ein ausländisches Gastarbeiter-Paar arbeitet und lebt unter prekären Bedingungen in einem ausländerfeindlichen Milieu. Gleichzeitig wird die Ehe eines tschechischen Paares, das in der Arbeiterunterkunft arbeitet, erzählt. Auch sie leben prekär, das Eheleben ist zerrüttet. Der dumpfe Hass gegen die ausländischen Arbeiter ist der Unterton ihres Alltags. In parallelen Szenen versuchen Spitzmäuse verzweifelt, sich am Leben zu erhalten. Sie müssen täglich ein Vielfaches ihres eigenen Körpergewichts an Nahrung finden, um zu überleben. Eine Metapher auf das tägliche Ringen der Arbeiter:innen. Als Frema, die Arbeiterin, nach einem schweren Unfall ins Krankenhaus kommt, stürzt sich ihr Mann in das Nachtleben der Stadt, das von Rotlicht und Drogen geprägt ist. Auch die tschechische Frau, Hema, geht aus, nachdem sie ihren Mann verlassen hat. Das Stück strebt rauschhaft seinem Höhepunkt entgegen, die beiden begegnen einander. Mit fatalen Folgen.
(c) Laura Vanceviciene, privat, Patrik Borecký
(c) Kuro.Simon
mit Texten von Marius Ivaškevičius, Tomáš Ráliš, Hadar Galron
Übersetzungen Ruth Altenhofer, Johanna Marx, Claudia Zecher | Maira Neubert | Matthias Naumann
Sprachen Russisch, Tschechisch und Hebräisch
Regie und Konzept Anja M. Wohlfahrt
Mit Mathias Lodd, Ninja Reichert
Übersetzungen Ruth Altenhofer, Johanna Marx, Claudia Zecher | Maira Neubert | Matthias Naumann
Sprachen Russisch, Tschechisch und Hebräisch
Regie und Konzept Anja M. Wohlfahrt
Mit Mathias Lodd, Ninja Reichert